Die Kirche von Rettenegg

Seit dem Mittelalter gehörte Rettenegg zur Pfarre Ratten. Nach jahrelangen Bestrebungen, in Rettenegg eine Pfarre zu errichten, begann man 1807 mit dem Bau einer Kirche. Das Grundstück für Kirche, Friedhof, Pfarrhof, Schule, Garten und Weiden war eine Schenkung des Sensenfabrikanten Josef Zeilinger. Der Bau der Kirche wurde durch die Franzosenkriege mehrmals unterbrochen und konnte erst 1833 fertiggestellt werden.

Die von Bischof Zängerle 1834 geweihte Kirche ist ein einfacher altarartiger Kirchenraum mit flachem Spiegelgewölbe. Daran schließt im Osten ein eingezogener einjochiger Chor mit halbrundem Abschluss. Hier erhebt sich der klassizistische Säulenaufbau des Hochaltares. Im Zentrum des Hochaltares ist das 1869 von J. Prank gemalte Bild des Heiligen Florian zu sehen. Gekrönt wird der Altar von einer Dreifaltigkeitsgruppe, und an den Seiten stehen die Apostel Petrus und Paulus. Die beiden Seitenaltäre an der Triumphbogenwand sind der Hl. Maria und dem Hl. Georg gewidmet. Die Bilder stammen von Simon Pregatter (1835). Die Orgel aus dem Jahr 1869 wurde vom Grazer Orgelbauer Friedrich Werner errichtet. Der vorgelagerte Turm wurde erst 1897 von Johann Pascher angefügt. 1892 wurde Rettenegg zur Pfarre erhoben.

Die Kirche ist dem Heiligen Florian geweiht (Patrozinium am 4. Mai).

1955 wurde der Zubau des Emporenaufganges und der Beichtkammer an der Nordseite der Kirche getätigt.
1993 erfolgte die Innenrenovierung der Kirche, wobei die Originalbemalung des Kircheninnenraumes von 1889 freigelegt werden konnte und sorgfältig wiederhergestellt wurde. Im Zuge dieser Renovierungsarbeiten wurden auch der Volksaltar und das Ambo gestaltet. 1998 wurde die Außenrenovierung durchgeführt.

Durch den großen Zusammenhalt der Rettenegger Pfarrbevölkerung ist es immer wieder möglich, notwendige Restaurierungsarbeiten durchzuführen und die Kirche in dieser schönen Form zu erhalten. Dadurch wurde und wird immer wieder in der Stille des Feistritztales ein großes Zeugnis des Glaubens gesetzt.


Kapelle in Feistritzwald

Die in den Jahren 1957 bis 1959 erbaute Kapelle ist dem Heiligen Klemens (Patron der Holzarbeiter, 23. November) geweiht und wurde von Weihbischof Dr. Pietsch eingeweiht. Durch großzügige Spenden von Dr. Karl Graf Lankoronsky als Grundeigentümer, der Arbeitskraft vieler freiwilliger Helfer und einiger privater Spender, darunter auch Kardinal Franz König, konnte diese Kapelle errichtet werden.
In den Sommermonaten werden hier hl. Messen zelebriert.

 
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